




Sri -Lanka-Reise August/September 2004
Im August und September 2004 haben wir Sri Lanka, das Heimatland meiner Ehefrau besucht, was mir wieder die Gelegenheit gegeben hat fine-art-photography Aufnahmen zu machen. Die klimatischen Verhältnisse sind durch subtropisches Klima in der Küstenregion und durch ein für uns als mild empfundenes Klima im Zentralen Hochland bestimmt. Das gesamte Flachland ist durch Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit bestimmt, so dass es besonders beschwerlich ist, mit einer Mittelformatausrüstung Exkursionen zu unternehmen. Schwere Stative, welche wohl eine hohe Standfestigkeit bieten, stellen jedoch ein erhebliches Transportproblem dar, wenn man zu Fuß entlegene Gebiete aufsuchen möchte, zumal dort die Möglichkeiten für interessante Aufnahmen gegeben sind. Man möchte meinen, dass es nicht notwendig sei, ein Stativ einzusetzen, da doch den ganzen Tag über die Sonne scheint und es so möglich wäre, direkt aus der Hand zu fotografieren. Dem steht dann die Gewichtigkeit der verwendeten Hasselbladausrüstung entgegen. Ebenso finden sich auch bei grellem Sonnenlicht schattige Plätze, welche einen Stativeinsatz unabdingbar erscheinen lassen, da u.a. bei kleiner Blende lange Belichtungszeiten notwendig werden. So sind die Anforderungen an ein Stativ schon vorgegeben, nämlich, einmal sollte es ein Minimum an Gewicht aufweisen und dabei ein Maximum an Standfestigkeit haben. Dies ist bei den Sherpa-Modellen von Velbon gegeben und der Stonebag kann dabei schon einmal mit Kokosnüssen gefüllt werden. Nicht zu unterschätzen ist auch die Rostfreiheit, da die hohe Luftfeuchtigkeit das Material sehr schnell angreifen würde. Diese Probleme hatte auch schon Ernst Haeckel bei seinen Reisen im 19. Jahrhundert, was er in seinen Indischen Reisebriefen, welche überwiegen von seiner Ceylon-Reise berichten, ausführlich beschreibt.
Mit einer umfangreichen Hasselbladausrüstung und dem Velbon-Stativ sind in unterschiedlichen Kombinationen verschiedene Exkursionen erfolgreich gewesen, wobei das Stativ immer Grundbestandteil gewesen ist, auch dann, wenn Aufnahmen aus der Hand gemacht worden sind. Die verschiedenen fotografischen Themen, weit ab von den üblichen Touristen-Zentren ließen sich durch die familiäre Anbindung realisieren und es waren Einblicke möglich, die ansonsten übersehen worden sind. Ein Teil der Bilder war Bestandteil einer Ausstellung www.milchhof.com und es sind weitere Ausstellungen - auch mit Bildern früherer Reisen - geplant. An manchen Stellen fanden sich die Spuren des langen Bürgerkrieges, welcher die Region und insbesondere die Menschen nachhaltig verändert hat und die Spuren sind uns überall begegnet. Bei der Abreise, dem Abschied von der Familie, hatte keiner an die Tsunami-Katastrophe gedacht, welche sich dann später ereignen würde. Auch bei den ersten Meldungen gingen wir davon aus, dass es sich um eine der üblichen Überschwemmungen handeln würde, an welche man sich in den vergangenen Jahren gewöhnt hatte. So ist das Lachen der Kinder, wie es vor vielen Jahren - und dies mag schon eine andere Zeit sein - verschwunden und es bleiben nur die Erinnerungen, wie es mir vergönnt war, sie auf den Bildern festzuhalten.
Die fotografische Vorgehensweise war immer durch einen puristischen und minimalistischen Ansatz bestimmt, weshalb auch das allernotwendigste an Ausrüstung mitgenommen wurde. In diesem Zusammenhang haben sich Velbon-Stative aufgrund ihrer unübertroffenen Leichtigkeit, verbunden mit einer sehr hohen Stabilität besonders gut für den Einsatz von Mittelformatkameras geeignet. Der erste Eindruck mag ein anderes Bild vermitteln, wenn man einer schweren Hasselblad auf einem dünnen Stativ ansichtig wird; aber dies täuscht, zumal die Standfestigkeit einem Schweren gleichkommt und die Tragfestigkeit ebenfalls gegeben ist. Die Hasselblad bietet eine Spiegelvorauslösung, so dass sich auch dieser Gefahrenpunkt ausschließen lässt. Das Stativ kann auch noch dazu sehr kurz gemacht werden, was den Transport noch weiter erleichtert. allerdings - und dies habe ich nicht vernachlässigt - sollte man, insbesondere dann, wenn man Kinder fotografiert, das Stativ nicht alleine lassen, denn da unterscheidet es sich von einem schweren Modell doch ganz erheblich.
Bei einem Gesamtgewicht von ca. 20 kg der Ausrüstung ist das Velbon-Stativ mit seinen 1,5 Kg Gewicht kaum ins Gewicht gefallen. Auch finden sich trotz erheblicher Beanspruchung kaum Gebrauchsspuren. Das Stativ befindet sich hier weiter im Einsatz und wird sicher noch sehr viel sehen.
Ausgehend von der Katastrophe, welche die Küsten Sri Lankas besonders heimgesucht hat, haben wir begonnen, abgesehen von sofortiger Hilfe, ein langfristiges Projekt zu beginnen, welches Kindern helfen soll, welche ihre Eltern verloren haben. Eine einmalige Hilfe scheint nicht ausreichend und es sollten Perspektiven einer Zukunft gegeben sein. Finanziert werden soll eine direkte und langfristige Hilfe, welche direkt den Betroffenen ohne Umwege zukommt und Kontakte im Sinne von Patenschaften geknüpft werden.
Weitere Auskünfte:
Chrishantha Neumayer, Prof. Burkard Neumayer Tel. 0931-81202,
email: fine-art-photography@arcor.de